Praxis für Ganzheitliche Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung
Karin Probst in Pliening bei München
 
 
 

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2026-02-17

Februar-Brief 2026 - Lichtarbeit

Steinerne Jungfrau_spirit-probst.jpg

Dieser Blick aus meiner Praxis fasziniert mich immer wieder… Und oft saß ich an meinem Schreibtisch und sinnierte über die “Steinerne Jungfrau”. Ich stellte mir vor, wie sie sich eines Tages aus ihrem Schlaf erheben würde… Was würde sie tun? Wäre sie die Wölfin, die mit Urkraft ihre Kinder beschützt? Die Tanzende, die Energie, Lebendigkeit und Freude über die Welt ergießt? Die Mutmacherin, die ihre Freunde sammelt und mit ihnen die Welt mit Heilung überzieht?

Ja, in diesen Zeiten, wo man sich ob der Enthüllungen und Ereignisse ohnmächtig fühlen mag, und zusieht, dass man wenigstens seine sieben Zwetschgen beieinander hält, stelle ich mir oft die Frage: Und jetzt? Was kann ich tun?

Etwas kann ich beitragen:

Die Anthroposophie, Rudolf Steiner, vermittelte eine wesentliche Aufgabe dieser Zeit, nämlich unsere Seelenkraft zu entwickeln. Ein interessanter Aspekt, der eine kraftvolle Alternative zur bloßen Ohnmacht bildet. Denn für mich ist es ein erster Schritt zur Erlösung, wenigstens ein winziges Stück Sinn im Ganzen zu sehen.

Kerry K., eine spirituelle Lehrerin aus Südafrika (auf YouTube), betont dabei die Wichtigkeit, die unterschiedlichen Typen zu achten: Die Einen hätten die Aufgabe, die Wahrnehmung vor allem auf all die Schönheit der Natur und Schöpfung zu richten, und somit eine gewisse Energie zu halten. Andere wiederum hätten die Aufgabe des Wahrheitssuchers, um Finsternis aufzudecken. (Und natürlich gäbe es da noch viele weitere Varianten, alle auf ihre Art wertvoll…) Auch das ist eine interessante Erkenntnis, die weiterer Spaltung entgegenwirkt: Statt gegenseitiger Kritik, jeden in seinem Seelenauftrag zu achten!

Und nimmt man dann die Lehre des Christus hinzu, dass Gott IN UNS ist, dass wir Kinder Gottes sind, mit untrüglichem Wahrheitsgefühl im eigenen Herzen, bestehend aus Licht, geschaffen aus reiner Liebe… So bleibt unterm Strich: Ok, ich halte mich aufrecht, ich schau hin, und gleichzeitig bleib ich bei mir - an der Quelle… Vergleichbar mit der Sonne, die nicht ihren einzelnen Strahlen folgt, sondern klar in der Mitte verankert ist.

Deshalb liebe ich Aufstellungsarbeit so sehr. Wir finden ja mit dem Verstand keine echten Lösungen. Wir möchten nicht nach Augenscheinlichem beurteilt und mit Rat bedrückt werden. Aufstellungsarbeit schaut hin - gemeinsam, achtsam, fürsorglich, respektvoll, würdigend. Sie schaut hin, auf das, was sich zeigt… 

Da ist z.B. ein über die Grenzen engagierter Mann mit Hang zum Burnout. Der Verstand kann nicht erkennen, wo genau eingespart werden müsste - und all die bisherigen Ratschläge und Heilempfehlungen trugen keine Frucht, außer, dass er sich selbst zunehmend in Frage stellte. In der Aufstellungsarbeit zeigt sich ein Trauma der Mutter - ihm bislang unbekannt. Dieses hatte früh zur Folge, dass sich der Sohn immer mehr verausgabt hatte, um die Mutter zu erreichen bzw. alles richtig zu machen. Die Gelegenheit, sich integer zur Autonomie hin entwickeln zu können, blieb versagt. Das Hamsterrad nahm seinen Lauf…

Die Aufstellungsart der Selbstintegration, des Trauma-Coachings, wühlt nicht in der Vergangenheit rum, denn diese ist vorbei und kann nicht mehr erreicht werden. Mit achtsamen, geleiteten Schritten gilt es nun für diesen Mann, anzuerkennen, dass er unbewusst fremde Koffer geschleppt hat, und dass er diese endlich abgeben und abgrenzen darf. Sein Raum des Selbst erfährt Entlastung, seine verstreuten Selbstanteile finden zueinander, der emotionale Stress darf nachlassen. 

Es kann eine Herausforderung sein. Es kann Schuldgefühle hochholen, als würde er die Mutter im Stich lassen. Das ist ein Schritt der Demut: Anzuerkennen, dass die Dinge der Älteren viel zu groß für uns Nachfolgende sind. Dass wir niemanden retten können. Dass es nutzlos ist, fremde Lasten zu tragen, und dabei selber unterzugehen… Das hat nichts zu tun damit, wie viel Zeit man miteinander verbringt; es handelt sich um Bewegungen der Seele!

Ein wichtiger Satz der Aufstellungsarbeit ist:

       Ein System zu verlassen und
       sein eigenes zu gründen,
       kostet ein schlechtes Gewissen.

Ein schlechtes Gewissen kann also ganz normal sein. Und wenn man das einmal anerkennt, dann kommt es auch in den Frieden.

Weitere Aufstellungsarten sind…

✨ die Integration des inneren Männlichen und Weiblichen. Diese Aufstellung stärkt und balanciert, sie gibt Verbindung zu unserem zielgerichteten Macher, sowie zu unserem magnetisch Empfangenden… sowohl als auch, statt entweder/oder!

✨ die Aufstellung der vier Körper, also physischer, emotionaler, mentaler und spiritueller Körper, die gemeinsam in Kommunikation gehen und einleuchtende Anregungen aus dem Innen geben.

✨ die Systemische Aufstellung, die auf Verlorenes schaut. Ein System schreit und ruckelt so lange, bis das Fehlende (z.B. eine Fehlgeburt, ein verloren gegangener Zwilling, ein ausgeschlossenes Mitglied…) gesehen und geachtet wird. 

✨ die Aufstellung eines Haustieres, mit dem es Trigger gibt oder Schwierigkeiten. (Ich weiß noch von einer Tierärztin, deren Pferd sich beim Betreten der Box stets umdrehte und nach ihr ausschlug - gottseidank bis dahin ohne schlimmere Treffer! Tags nach der Aufstellung hatte sie mich glücklich weinend angerufen: Das aggressive Verhalten war komplett verschwunden und ihr Pferd begrüßte sie sanft und vollkommen normal.)

Für mich ist Aufstellungsarbeit eine Art Gottesdienst… Der Wahrheit zu begegnen macht frei, schenkt Würde, gegenseitigen Respekt, erlöst Gestautes und Versteinertes, verbindet, versöhnt, hilft, sich selbst zu erkennen und anzunehmen, öffnet Wege und erzeugt im Laufe eines Seminars eine wunderschöne Energie der Brüderlichkeit.

Das nächste Tagesseminar findet statt am

Samstag, 14. März 2026, 10:00 bis 17:30 Uhr

Die Teilnahme ist mit oder ohne eigene Aufstellung möglich!

Anmeldung oder Fragen bitte per E-Mail an: 
info (at) spirit-probst.de  oder  Kontaktformular

Alles Liebe und herzliche Grüße

Karin

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